Stifte weg - Rechner an! Die Implementierung...

Die Phase der Modellierung haben wir hinter uns. Endlich!! Das zumindest werden die meisten von euch sagen. ABER: wenn das Modell stimmt, ist die Überführung in das DBMS ein Klacks. Hat man beim Modellieren oberflächlich gearbeitet, bekommt man bei der praktischen Umsetzung graue Haare (Ja, auch schon im Alter von 15 Jahren!!). Im Extremfall muss man von vorn beginnen.

Wohl wissend, dass es keineswegs Inhalt und Ziel des Informatik-Unterrichts sein darf, spezielles "Software-Training" zu betreiben, werde ich in dieser und den nächsten Lektionen trotzdem einige (ziemlich detaillierte) Hinweise zum Umgang mit einem üblichen Datenbankmanagementsystem geben. Ich werde mich an OpenOffice Base orientieren. Das meiste lässt sich dabei auf MS ACCESS fast 1:1 übertragen.

Datenbank "CD-Sammlung"...

Datenbank öffnen...
Nachdem wir das DBMS geöffnet haben, erstellen wir eine neue Datenbank und melden sie an, indem wir sie unter einem geeigneten Dateinamen (hier: cd_sammlung) im ausgewählten Verzeichnis speichern.



Relationen (Tabellen) anlegen...
Auf der Grundlage unseres Relationenmodells erstellen wir nun nacheinander die einzelnen Tabellen in der Entwurfsansicht. Das ist eigentlich nur eine "Abschreib-Übung".

  1. Tabelle in der Entwurfsansicht erstellen...
  2. Feldname (Attribut) eingeben
  3. Korrekten Datentyp (Feldtyp) auswählen (Drop-Down-Menü)
  4. Primärschlüssel festlegen (rechte Maustaste vor das Schlüsselattribut)
  5. Tabelle schließen und unter dem Namen der jeweiligen Relation speichern
  6. Weiter mit Punkt 1, bis alle Tabellen korrekt erstellt wurden
Hinweise:
Die Fremdschlüssel-Attribute werden selbstverständlich eingetragen - ihre Funktion als Fremdschlüssel allerdings erst später festgelegt.

Möchtest du eine bereits erstellte Tabelle bearbeiten, so kannst du den Tabellenentwurf über das Kontextmenü öffnen (rechte Maustaste - Bearbeiten).






Beziehungen erstellen...
Nun müssen wir natürlich noch die Beziehungen zwischen unseren Tabellen herstellen. Das wird leider häufig vergessen!

Auch hier leistet uns der Relationenentwurf wieder wertvolle Dienste.
  1. Über das Menü "Extras" gelangen wir über den Menüpunkt "Beziehungen..." in den Relationenentwurf unseres DBMS
  2. Die Tabellen werden nacheinander hinzugefügt und anschließend per Drag & Drop in die richtige Reihenfolge gebracht
  3. Nun ziehen wir per Drag & Drop den Primärschlüssel der 1-Relation auf den entsprechenden Fremdschlüssel in der n-Relation.
  4. Jetzt sehen wir im DBMS unseren vorher mühevoll erstellten Relationenentwurf. Er wird nun geschlossen und gespeichert.
Erst jetzt ist unsere Datenbank voll funktionstüchtig!




Daten eingeben...
Jetzt müssen wir unsere Datenbank natürlich noch mit Leben erfüllen, indem wir die Datensätze eingeben. Das ist meist nur lästige Schreibarbeit und wird im Unterricht logischerweise keine zentrale Rolle spielen.

Aber Vorsicht!! Auch hier gibt es einiges zu beachten:
  1. Zuerst musst du die Datensätze in der 1-Relation (früher auch als Mastertabelle bezeichnet) eingeben, da du sonst die referentielle Integrität der relationalen Datenbank verletzt und außer Fehlermeldungen nichts erreichst. Das ist auch logisch: Ein Fremdschlüsselfeld, kann ja nicht Daten enthalten, die in seinem direkt zugehörigen Primärschlüsselfeld noch gar nicht existieren!
  2. Die Daten in den Fremdschlüsselfeldern müssen natürlich denen in den Primärschlüsselfeldern entsprechen.
Durch Doppelklick auf die entsprechende Tabelle, öffnet sich die entsprechende Ansicht zur Eingabe der Daten.

Falls du hier bei der Eingabe Fehlermeldungen erhälst - obwohl du o.g. beachtet hast - dann enstsprechen deine eingegebenen Daten garantiert nicht dem Datentyp, den du im Tabellenentwurf festgelegt hast.


Referentielle Integrität ist gegeben, wenn jeder Wert eines Fremdschlüssels auch als Wert im entsprechenden Primärschlüssel vorkommt.